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Was bedeutet die DIN EN 71-3 im Bezug auf die „Sicherheit“

Immer wenn es um das Thema Spielzeug Kauf, oder wie in diesem Fall um den riesen Teddybär geht, beschäftigen sich viele Eltern mit dem Thema Sicherheit.

DIN EN 71 - 3Wobei es hier nicht nur um die Qualität an sich geht, sondern viel mehr um den Gefahrlosen Umgang sowie der verarbeiteten Inhaltsstoffe des jeweiligen Plüsch-Teddys bzw Spielzeug. Was viele nicht wissen, in Europa gibt es eine Norm, genauer gesagt die DIN EN 71.

Diese beinhaltet eine ganze Reihe wichtiger Aspekte, welche die Verarbeitung, Qualität und die erlaubten Inhaltsstoffe regelt.

DIN EN 71 – Definition & Anlass

Die Norm DIN EN 71 ist zwingend erforderlich, da viele Kinder im direkten Kontakt mit Spielzeugen stehen. Oftmals sind es Kinder jüngeren Alters, die nicht wirklich abschätzen können, welche Folgen es beispielsweise haben könnte, das Spielzeug in den Mund zu nehmen. Und genau aus diesem Grund, gibt es diese Norm, welche verschiedene Aspekte in Bezug auf die Sicherheit genau regelt.

Die “Europäische Norm für Spielzeugsicherheit” (EN 71 – Teil 3) ist nach europäischer Rechtsordnung eine DIN-entsprechende Regelung, in der die Anforderungen an Spielzeug und Holzspielzeug gestellt werden, die im europäischen Markt angeboten werden. Seit November 2002 liegt die Neufassung der Norm EN 71-3 vor. Diese europäische Norm wurde als DIN EN 71-3 in das Deutsche Normenwerk übernommen.

(Quelle)

Besonders Problematisch wird es erst dann, wenn Inhaltsstoffe bei der Herstellung verarbeitet worden sind, die dann in den Körper des Kindes bei Kontakt gelangen und damit auch zu Belastungen des Kindlichen Organismus führen.

Hierfür gibt es so genannte Grenzwerte bestimmter Giftstoffe, welche im Rahmen der Richtlinie DIN EN 71 – Teil 3 aufgeführt sind:

  1. Arsen
  2. Antimon
  3. Barium
  4. Cadmium
  5. Chrom
  6. Blei
  7. Quecksilber
  8. Selen

Wie werden die Grenzwerte bestimmter Giftstoffe geprüft?

Hierbei wird mit künstlichem Magensaft der Magen eines Kindes Simuliert. Wodurch es möglich ist zu erkennen, in wie fern die gefährlichen Substanzen und Elemente des „Test-Objektes“ Löslich sind. Diese Art von Prüfung nennt sich auch, Prüfung zur Migration.

Im weiteren Verlauf werden zum Beispiel aus den verarbeiteten Farben des Spielzeuges die löslichen Stoffe extrahiert, welche dem Anteil im Magen bzw. Verdauungstrakt nach dem Verschlucken so nah wie möglich kommt.  Anschließend wird genau bestimmt, wie Hoch die Konzentration der gelösten Stoffe ist und auf 1 Kg Spielzeug gerechnet.

Dadurch ist es möglich, die definierten Grenzwerte einzustufen, ob sie unbedenklich oder als kritisch sind. So ikann schnell und Einfach geprüft werden, ob die Norm DIN EN 71 erfüllt ist oder nicht.

Und genau aus diesem Grund, ist es auch so extrem wichtig, ganz egal ob es ein riesen Teddy, riesen Kuscheltier oder ein XXL Spielpferd sein soll, beim Kauf darauf zu achten,  das die Norm auch tatsächlich erfüllt worden ist.

Tipp:Hier finden sich weiterführende Hinweise zum Thema Qualitätsmerkmale bei Teddybären

Was beinhaltet die Europäische Norm DIN EN 71 im Bezug auf Stofftiere eigentlich noch?

Nicht nur die Bestimmung der Giftstoffe und der Grenzwerte, sondern auch andere Anforderungen werden behandelt:

  • Grundlegend: Es dürfen beim Verschlucken, Gebrauch, Berührung oder Einatmen keine gesundheitlichen Schäden hervorgerufen werden.

 

  • Das jeweilige Spielzeug muss eine gewisse Standfestigkeit und Stärke besitzen, um den Belastungen während dem Spielen Standzuhalten.

 

  • Verletzungsgefahr minimieren: Vermeidung von Befestigungen und Eigenschaften, welche ein hohes Risiko zur Verletzung beitragen. (Knöpfe, Scharfe Kanten etc)

 

  • Sehr wichtiger Punkt: Es darf zu keiner Zeit von dem Spielzeug oder der Verpackung eine Erstickungsgefahr ausgehen. Diese besonderen Anforderungen gelten gerade für Kinder unter 3 Jahren. Angenähte, bedruckte oder lose Teile müssen so groß sein, das ein evtl. Verschlucken ausgeschlossen werden kann.

 

  • Besonders wichtiger Punkt in Bezug auf die Plüschteddys: Schwere Entflammbarkeit im, das Stofftier darf bei direkter Einwirkung einer Flamme kein Feuer fangen

Wir hoffen Ihnen einen kleinen Einblick gegeben zu haben, worauf es bei der DIN EN 71 im Bezug auf Plüschtiere, Teddys und Stofftiere ankommt. Schauen Sie immer, ob das CE-Zeichen sowie das TÜV-Siegel vorhanden bzw. erfüllt worden ist. Nur dann können Sie sich sicher sein, das dieses Spielzeug beim bespielen unbedenklich gegenüber Ihrem Kind ist.